Das schwerste Wort, das man hören kann

impressionist bilaam and the donkey balak story bilam 1

Die Geschichte des heidnischen Propheten Bileam beginnt mit einer verwirrenden Reihe von scheinbaren Gedankensprüngen. Sie beinhaltet eine Abfolge von Ereignissen, die keiner Logik zu folgen scheinen.

Zunächst der Hintergrund: Die Israeliten nähern sich dem Ende ihrer vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste. Sie haben bereits gegen Sichon, den König der Amoriter, und Og, den König von Baschan, gekämpft und gesiegt. Nun sind sie in den Ebenen von Moab angekommen – dem heutigen südlichen Jordanien, an der Stelle, wo es an das Tote Meer grenzt. Balak, der König von Moab, ist beunruhigt und teilt den Ältesten von Midian seine Besorgnis mit. Die Sprache, die die Tora an dieser Stelle verwendet, erinnert ganz genau an die Reaktion der Ägypter zu Beginn des Buches Exodus.

[Der ägyptische Pharao] „sagte zu seinem Volk: ‚Siehe, die Kinder Israel sind zahlreicher und mächtiger als wir …‘ Und er war von den Kindern Israel angewidert“.

Exodus 1:9–12

[Balak, der König von Moab] „fürchtete sich sehr vor dem Volk, weil es so zahlreich war, und Moab war von den Kindern Israel angewidert“.

Numeri 22:3

Balak wählt die Strategie, die Hilfe des bekannten Sehers und Wahrsagers Bileam zu suchen. Auch hier findet sich eine literarische Anspielung, diesmal auf die Worte Gottes an Abraham:

Gott sagte zu Abraham: „Ich werde segnen, die dich segnen, und wer dich verflucht, den werde ich verfluchen“.

Genesis 12:3

Balak sagte zu Bileam: „Ich weiß: Wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht“.

Numeri 22:6

Diesmal liegt in der Parallele eine gewisse Ironie – tatsächlich ist die Geschichte von Bileam voller Ironie. Im Fall Abrahams war es Gott, der segnete. Im Fall Bileams hingegen wurde angenommen, dass seine Macht in ihm selbst lag. Tatsächlich kündigt die frühere Aussage Gottes an Abraham bereits das Schicksal der Moabiter an: Wer versucht, Israel zu verfluchen, wird selbst verflucht werden.

Der historische Hintergrund der Bileam-Erzählung ist gut belegt. So wurden mehrere ägyptische Tonscherben aus dem 2. Jahrtausend v. d. Z. gefunden, die sogenannte Ächtungstexte enthalten, also Flüche, die gegen kanaanäische Städte gerichtet waren. Unter vorislamischen Arabern war es Brauch, Dichter anzuheuern, von denen man annahm, sie stünden unter göttlichem Einfluss. Diese Dichter sollten Flüche gegen die Feinde verfassen. Was Bileam selbst betrifft, so wurde im Jahr 1967 eine bedeutende Entdeckung gemacht: An der Wand eines Tempels in Deir Alla in Jordanien wurde eine Gipsinschrift gefunden, die auf die nächtliche Vision eines Sehers namens Bileam verweist – die früheste Erwähnung einer namentlich genannten Person aus der Tora in archäologischen Quellen. Somit lässt sich die Geschichte, obwohl sie gleichnishafte Elemente enthält, in einen klar bestimmbaren zeitlichen und räumlichen Kontext einordnen.

Die Gestalt Bileams bleibt vieldeutig – sowohl in der Tora als auch in der späteren jüdischen Tradition. War er ein Wahrsager, der Vorzeichen und Zeichen deutete, oder ein Zauberer, der okkulte Künste ausübte? War er ein echter Prophet oder ein Betrüger? Stimmte er den göttlichen Segnungen zu, die ihm in den Mund gelegt wurden, oder wollte er Israel verfluchen? Nach manchen Deutungen des Midrasch war er ein großer Prophet, Moses ebenbürtig. Nach anderen war er ein Scheinprophet mit einem „bösen Blick“, der den Untergang Israels herbeiführen wollte. Was ich hier untersuchen möchte, ist nicht Bileam selbst oder seine Segnungen, sondern die Einleitung zur Geschichte. Denn gerade hier entsteht eines der grundlegenden Probleme: Was wollte Gott, dass Bileam tun sollte? Es ist ein Drama in drei Akten. In der ersten Szene kommen Gesandte aus Moab und Midian. Sie verkünden ihren Auftrag: Sie wollen, dass Bileam die Israeliten verflucht. Bileams Antwort ist ein Muster an Angemessenheit: „Bleibt über Nacht, sagt er, während ich Gott befrage.“ Gottes Antwort ist eindeutig:

„Gott aber sagte zu Bileam: ‚Geh nicht mit ihnen. Du darfst dieses Volk nicht verfluchen, denn es ist gesegnet‘“.

Numeri 22:12

Bileam weist die Gesandten gehorsam ab. Daraufhin verdoppelt Balak seine Bemühungen. Vielleicht würden vornehmere Boten und das Versprechen einer beträchtlichen Belohnung Bileam ja doch noch umstimmen? Er schickt eine zweite Gruppe von Gesandten mit Geschenken. Bileams Antwort ist vorbildlich:

„Selbst wenn Balak mir seinen Palast voll Silber und Gold gäbe, könnte ich nichts tun, weder Großes noch Kleines, um den Befehl des Ewigen, meines Gottes, zu übertreten“.

Numeri 22:18

Er fügt jedoch einen schicksalhaften Nachsatz hinzu:

„Nun bleibt auch ihr heute Nacht hier, wie die anderen es getan haben, und ich will erfahren, was der Ewige mir noch sagen wird“.

Numeri 22:19

Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand. Bileam deutet an, dass Gott Seine Meinung ändern könnte. Doch das ist unmöglich. So handelt Gott nicht. Zu unserer Überraschung scheint Gott jedoch genau das zu tun:

„In jener Nacht kam Gott zu Bileam und sagte: ‚Da diese Männer gekommen sind, um dich zu rufen, geh mit ihnen; doch tu nur das, was Ich dir sage‘“.

Numeri 22:20

Problem 1: Zunächst hatte Gott gesagt: „Geh nicht.“ Nun sagt er: „Geh.” Gleich darauf erscheint Problem 2:

„Bileam stand am Morgen auf, sattelte seine Eselin und zog mit den Fürsten von Moab los. Doch Gott wurde sehr zornig, als er ging, und der Engel Gottes stellte sich ihm in den Weg, um ihm entgegenzutreten. Bileam ritt auf seiner Eselin und seine zwei Diener waren bei ihm“.

Numeri 22:21–22

Gott sagt: „Geh.” Bileam geht. Dann wird Gott sehr zornig. Ändert Gott Seine Meinung – nicht nur einmal, sondern zweimal im Verlauf einer einzigen Erzählung? Es ist kaum zu fassen. Was geht hier vor? Was soll Bileam tun? Was will Gott? Es gibt keine Erklärung. Stattdessen wechselt die Erzählung zu der berühmten Szene mit Bileams Eselin, die ebenfalls ein Rätsel ist und einer Deutung bedarf:

„Als die Eselin den Engel Gottes mit gezücktem Schwert in der Hand auf dem Weg stehen sah, wich sie vom Weg ab und ging auf ein Feld. Bileam schlug sie, um sie wieder auf den Weg zu bringen.

„Dann stellte sich der Engel Gottes auf einen schmalen Pfad zwischen zwei Weinbergen mit Mauern auf beiden Seiten. Als die Eselin den Engel sah, drängte sie sich dicht an die Mauer und quetschte Bileams Fuß dagegen. Da schlug er sie erneut.

„Dann ging der Engel Gottes weiter voraus und stellte sich an eine enge Stelle, an der es weder nach rechts noch nach links einen Ausweichraum gab. Als die Eselin den Engel sah, legte sie sich unter Bileam nieder. Da wurde er zornig und schlug sie mit seinem Stab. Da öffnete Gott der Eselin den Mund und sie sagte zu Bileam: ‚Was habe ich dir getan, dass du mich nun schon dreimal geschlagen hast?‘

„Bileam antwortete der Eselin: ‚Du hast mich lächerlich gemacht! Hätte ich ein Schwert in der Hand, würde ich dich auf der Stelle töten.‘

„Die Eselin sagte zu Bileam: ‚Bin ich nicht deine eigene Eselin, auf der du seit jeher bis zum heutigen Tag geritten bist?‘ Habe ich je die Gewohnheit gehabt, mich dir gegenüber so zu verhalten?

„‚Nein‘, sagte er.

„Da öffnete der Ewige Bileam die Augen, und er sah den Engel Gottes auf dem Weg stehen, mit gezücktem Schwert. Da verneigte er sich tief und fiel auf sein Angesicht“.

Numeri 22:23–31

Die Kommentatoren bieten verschiedene Ansätze, um die scheinbaren Widersprüche zwischen Gottes erster und zweiter Antwort aufzulösen. Nach Nachmanides bedeutete Gottes erste Aussage „Geh nicht mit ihnen“: „Verfluche die Israeliten nicht.“ Seine zweite Aussage – „Geh mit ihnen“ – bedeutete demnach: „Geh, aber mache deutlich, dass du nur die Worte sagen wirst, die Ich dir in den Mund legen werde, selbst wenn es Worte des Segens sind.“ Gott war zornig auf Bileam, nicht weil er gegangen ist, sondern weil er ihnen diesen Vorbehalt nicht mitgeteilt hatte.

Im 19. Jahrhundert schlugen Malbim und Rabbi Zwi Hirsch Mecklenberg eine andere Antwort vor, die auf einer genauen Textanalyse beruht. In der ersten und zweiten göttlichen Antwort verwendet der hebräische Text zwei verschiedene Wörter für „mit ihnen“. Wenn Gott sagt: „Geh nicht mit ihnen“, lautet das Hebräische imahem. Als Er später sagt: „Geh mit ihnen“, lautet das entsprechende Wort itam. Die beiden Präpositionen haben eine feine Bedeutungsnuance. Imahem bedeutet „mit ihnen, sowohl geistig als auch körperlich“, also dass man mit ihren Plänen einverstanden ist. Itam bedeutet dagegen „mit ihnen körperlich, aber nicht geistig“, d. h., Bileam durfte sie zwar begleiten, aber ihre Absicht und ihr Ziel nicht teilen. Gott ist zornig, als Bileam geht, denn der Text sagt, dass er im, also mit ihnen ging, sich also mit ihrer Mission identifizierte. Dies ist eine geniale Lösung. Die einzige Schwierigkeit liegt in Vers 35, in dem der Engel Gottes, nachdem er Bileam die Augen geöffnet hat, zu ihm schließlich sagt: „Geh mit den Männern.“ Laut Malbim und Mecklenberg ist genau das das Gegenteil von dem, was Gott wollte, dass Bileam tut.

Die tiefste Antwort ist zugleich die einfachste. Das schwerste Wort, das man in jeder Sprache hören kann, ist „Nein“. Bileam hatte Gott einmal gefragt. Gott hatte „Nein“ gesagt. Das hätte genügen müssen. Doch Bileam fragte ein zweites Mal. In diesem Handeln lag seine verhängnisvolle Charakterschwäche. Er wusste, dass Gott nicht wollte, dass er ging. Dennoch lud er die zweite Gruppe von Boten ein, über Nacht zu warten – für den Fall, dass Gott Seine Meinung geändert haben könnte.

Gott ändert Seine Meinung nicht. Deshalb sagte die Verzögerung Bileams nichts über Gott, sondern über ihn selbst aus: Er hatte die göttliche Ablehnung nicht akzeptiert. Er wollte die Antwort „Ja“ hören – und genau das hörte er dann auch. Nicht, weil Gott wollte, dass er ging, sondern weil Gott einmal spricht und wir, wenn wir uns weigern, Seinen Willen anzunehmen, ihn uns nicht aufzwingt. Wie es die Weisen des Midrasch formulieren: „Der Mensch wird auf dem Weg geführt, den er zu gehen wählt.“

Die wahre Bedeutung von Gottes zweiter Antwort „Geh mit ihnen“ ist: „Wenn du darauf bestehst, kann Ich dich nicht daran hindern zu gehen, aber Ich bin erzürnt darüber, dass du ein zweites Mal gefragt hast.“ Gott änderte während des gesamten Geschehens Seine Meinung nicht. In den Szenen 1, 2 und 3 wollte Gott nicht, dass Bileam geht. Sein „Ja“ in Szene 2 bedeutete „Nein“ – aber es war ein „Nein“, das Bileam nicht hören konnte und auch nicht zu hören bereit war. Wenn wir nicht zuhören, wenn Gott spricht, greift Er auch nicht ein, um uns vor den Konsequenzen unserer eigenen Entscheidungen zu bewahren. „Der Mensch wird auf dem Weg geführt, den er zu gehen wählt.“ Doch Gott war nicht bereit, Bileam so weiterziehen zu lassen, als hätte er göttliche Zustimmung erhalten. Stattdessen arrangierte Er die denkbar eleganteste Vorführung des Unterschieds zwischen wahrer und falscher Prophetie. Der falsche Prophet spricht. Der wahre Prophet hört zu. Der falsche Prophet sagt den Menschen, was sie hören wollen. Der wahre Prophet sagt ihnen, was sie hören müssen. Der falsche Prophet glaubt an seine eigene Macht. Der wahre Prophet weiß, dass er keine Macht besitzt. Der falsche Prophet spricht mit seiner eigenen Stimme. Der wahre Prophet spricht mit einer Stimme, die nicht die seine ist: „Ich bin kein Mann der Worte”, sagt Moses. „Ich kann nicht sprechen, denn ich bin ein Kind”, sagt Jeremia.

Die Episode von Bileam und der sprechenden Eselin ist äußerst humorvoll. Wie ich bereits früher angemerkt habe, gibt es nur eine Sache, die göttliches Lachen hervorruft: menschliche Anmaßung. Bileam hatte den Ruf, der größte Prophet seiner Zeit zu sein. Sein Ruhm war sogar bis nach Moab und Midian gelangt. Er galt als der Mann, der die Geheimnisse von Segen und Fluch kannte. Nun zeigt Gott Bileam, dass selbst seine Eselin eine größere Prophetin ist, wenn Er es so will. Die Eselin sieht den Engel, der auf dem Weg steht und ihnen den Weg versperrt, was Bileam nicht kann. Gott demütigt die Selbstgefälligen, so wie er den Demütigen Bedeutung verleiht. Wenn Menschen meinen, sie könnten Gott vorschreiben, was Er sagen soll, dann lacht Gott. Und bei dieser Gelegenheit lachen auch wir.

Vor einigen Jahren arbeitete ich an einer Fernsehsendung der BBC. Das Problem, vor dem ich stand, war das folgende: Ich wollte eine Dokumentation über Teschuwa, also Buße, drehen, aber dies musste ich auf eine Weise tun, die sowohl für Nichtjuden als auch für Juden und sogar für Menschen ohne religiösen Glauben verständlich wäre. Welches Beispiel könnte ich wählen, um diesen Punkt zu veranschaulichen?

Ich entschied, dass eine Möglichkeit war, Drogensucht und Genesung zu betrachten. Suchtkranke entwickeln Verhaltensweisen, von denen sie wissen, dass sie selbstzerstörerisch sind, die aber zu ihrem Lebensstil geworden sind. Um diese Gewohnheiten zu durchbrechen, ist ungeheure Willenskraft erforderlich. Ein Suchtkranker, der diese selbstzerstörerischen Verhaltensweisen ändern will, muss anerkennen, dass das bisherige Leben ihm selbst und anderen schadet und eine Änderung notwendig ist. Dies erschien mir als säkulares Gegenstück zur Teschuwa und konnte den Zuschauern die Botschaft veranschaulichen.

Ich habe einen Tag in einem Rehabilitationszentrum verbracht und es war herzzerreißend. Die jungen Menschen dort – sie waren zwischen 16 und 18 Jahre alt – kamen alle aus zerrütteten Familien. Viele von ihnen hatten Missbrauch erlebt. Abgesehen von den Mitarbeitern des Zentrums hatten sie keinerlei Unterstützungsnetzwerke. Das Personal bestand aus außergewöhnlichen Menschen. Ihre Aufgabe war unglaublich schwer. Es gelang ihnen, die Suchtkranken dazu zu bringen, ihre Gewohnheiten für Tage, manchmal sogar Wochen, zu durchbrechen. Dann wurden sie rückfällig und der gesamte Prozess musste von Neuem beginnen. Ich begann zu erkennen, dass ihre Geduld kaum weniger war als ein menschliches Gegenstück zu Gottes Geduld mit uns. Wie oft wir auch scheitern und wieder von vorn beginnen müssen: Gott verliert nicht den Glauben an uns – und das gibt uns Kraft. Hier waren Menschen, die Gottes Werk taten.

Ich fragte die Leiterin des Zentrums – eine Sozialarbeiterin –, was sie den jungen Menschen mitgebe, das in ihrem Leben wirklich etwas bewirken und ihnen eine Chance auf Veränderung geben könne. Ihre Antwort werde ich nie vergessen, denn sie war eine der schönsten, die ich je gehört habe. „Wir sind wahrscheinlich die ersten Menschen, denen sie begegnen, die sich bedingungslos um sie kümmern. Und wir sind die ersten Menschen in ihrem Leben, denen sie wichtig genug sind, um ‚Nein‘ zu sagen.“

„Nein“ ist das schwerste Wort, das man hören kann. Aber oft ist es auch das wichtigste und ein Zeichen dafür, dass sich jemand kümmert. Das ist es, was Bileam schließlich lernte, nachdem er gedemütigt worden war, und was auch wir entdecken müssen, wenn wir offen sein wollen für die Stimme Gottes.


questions spanish table 5783 preguntas paea la mesa de shabat
  1. Warum fällt es uns oft leichter, auf Menschen zu hören, die uns das sagen, was wir hören wollen, als auf jene, die uns das sagen, was wir hören müssen?
  2. Denken Sie an eine Situation zurück, in der Sie ein „Nein“ erhalten haben, obwohl Sie sich ein „Ja“ gewünscht hätten. Hat Ihnen diese Ablehnung im Nachhinein auf irgendeine Weise geholfen?
  3. Was ist die würdevollste Art, ein „Nein“ anzunehmen?

With thanks to the Schimmel Family for their generous sponsorship of Covenant & Conversation, dedicated in loving memory of Harry (Chaim) Schimmel.

“I have loved the Torah of R’ Chaim Schimmel ever since I first encountered it. It strives to be not just about truth on the surface but also its connection to a deeper truth beneath. Together with Anna, his remarkable wife of 60 years, they built a life dedicated to love of family, community, and Torah. An extraordinary couple who have moved me beyond measure by the example of their lives.” — Rabbi Sacks