Eine Geschichte von Himmel und Erde

Noach • 5768, 5787
Between earth and heaven abstract watercolour noach babel image

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Die Geschichte vom Turmbau zu Babel – eingebettet zwischen der Vorgeschichte der Menschheit und dem besonderen Bund mit Abraham – ist einer der Wendepunkte der biblischen Erzählung. Sie ist von zentraler Bedeutung für das Verständnis dessen, was in Zivilisationen und Gesellschaften schiefgehen kann.

Die Geschichte selbst, die in nur neun Versen erzählt wird, ist ein kompaktes Meisterwerk literarischer und philosophischer Virtuosität. Zunächst fällt der außergewöhnlich präzise historische Hintergrund auf. Der Turm, auch Zikkurat genannt, war das große Symbol der alten mesopotamischen Stadtstaaten im unteren Tigris-Euphrat-Tal, der Wiege der Zivilisation. Hier ließen sich Menschen erstmals dauerhaft nieder, betrieben Landwirtschaft und errichteten Städte.

Die Fähigkeit, Baumaterialien, insbesondere Ziegel, zu produzieren, war neben dem Rad, dem Bogen und dem Kalender eine der großen Entdeckungen Mesopotamiens. Die Tora verdeutlicht dies, indem sie auf diese scheinbar nebensächliche Tatsache mit ungewöhnlicher Ausführlichkeit eingeht: Die Ziegel wurden hergestellt, indem man Lehm in Formen goss, ihn in der Sonne trocknen ließ und schließlich in Öfen brannte. Dadurch war es möglich, Gebäude in größerem Maßstab zu errichten und größere Höhen als je zuvor zu erreichen. So entstand die Zikkurat, ein stufenförmiges Bauwerk mit zahlreichen Stockwerken, das schließlich eine tiefgreifende religiöse Bedeutung erlangte.

Im Wesentlichen waren diese antiken Türme, von denen die Überreste von mindestens dreißig entdeckt wurden, von Menschen geschaffene „heilige Berge“. Der Berg galt dabei als der Ort, an dem Himmel und Erde am sichtbarsten aufeinandertrafen. Inschriften an mehreren dieser Bauwerke, die von Archäologen entziffert wurden, beziehen sich ebenso wie die Tora auf die Vorstellung, dass ihre Spitze „bis an den Himmel reicht“. Der größte dieser Türme, die Große Zikkurat von Babylon, auf die sich die Tora bezieht, war ein siebenstöckiges Bauwerk mit einer Höhe von gut 90 Metern und einer Grundfläche von ungefähr den gleichen Ausmaßen (weitere Einzelheiten finden sich in Nahum Sarna, Understanding Genesis).

Die Geschichte von Babel zeichnet sich nicht nur durch historische Präzision aus, sondern ist auch von literarischen Stilmitteln durchzogen. Sie enthält Umkehrungen, Wortspiele, Ironien und Doppeldeutigkeiten. Ein meisterhaftes Beispiel ist, dass die beiden Schlüsselwörter l-w-n, „Ziegel“, und n-w-l, „verwirren“, exakte Umkehrungen voneinander sind. Wie so oft steht auch hier die literarische Technik in engem Zusammenhang mit der moralischen oder geistigen Botschaft, die die Tora vermitteln will. In diesem Fall geht es um das Phänomen der Umkehrung selbst. Die Folgen menschlichen Handelns sind oftmals das Gegenteil dessen, was ursprünglich beabsichtigt war. Die Erbauer der Stadt Babylon wollten die Menschheit an einem einzigen Ort konzentrieren („Lasst uns eine Stadt bauen … damit wir nicht über die ganze Erde hin zerstreut werden“ [Gen. 11:4]). Doch das Ergebnis war, dass sie zerstreut wurden („Und Gott zerstreute sie von dort über die ganze Erde hin“ [Gen. 11:8]). Sie wollten sich „einen Namen machen“ (Gen. 11:4) – und das gelang ihnen auch. Doch der Name, den sie sich machten, „Babel“, wurde zu einem ewigen Symbol der Verwirrung.

Ihr Stolz gründete auf ihrer neu gewonnenen technischen Fähigkeit, Bauwerke von nie dagewesener Größe zu errichten. Sie erkannten jedoch nicht – und genau darauf weisen bereits die einleitenden Verse der Tora hin –, dass die größte schöpferische Kraft die Sprache ist („Und Gott sprach: ‚Es werde Licht!‘, und es ward Licht.“ [Gen. 1:3]). Nicht ein technisches Problem führte dazu, dass sie das Vorhaben aufgaben, sondern der Verlust ihrer Fähigkeit zur Kommunikation. Für die Tora ist nicht die Macht selbst heilig, sondern die Art und Weise, wie wir sie einsetzen. Dies ist untrennbar mit der Sprache verbunden, dem Medium, in dem wir unsere Ideale formulieren, in unserer Vorstellung neue Möglichkeiten entwerfen und andere dazu aufrufen, sich uns bei der Verwirklichung anzuschließen. Das Wort geht dem Werk voraus.

Doch worin bestand die Sünde der Erbauer? Auch darauf weist die Erzählung durch eine Reihe sprachlicher Signale hin. Das erste ist die Wendung, mit der diese Episode sowohl beginnt als auch endet: kol Ha’arez, „die ganze Erde“. Die Erzählung beginnt mit den Worten „Die ganze Erde hatte eine einzige Sprache“ (Gen. 11:1) und endet mit den Worten „Und Gott zerstreute sie von dort über die ganze Erde hin“ (Gen. 11:8). Die Wendung kol Ha’arez erscheint fünfmal in den neun Versen. Jede drei-, fünf- und insbesondere siebenfache Wiederholung in einem biblischen Abschnitt weist auf ein zentrales Thema hin. Ein solches Mittel der Rahmung ist von großer Bedeutung.

Das zweite Signal ist das Phonem (die grundlegende Lauteinheit) sch-m, das entweder als scham, „dort“, oder als Schem, „Name“, auftritt. Es erscheint siebenmal in diesem Abschnitt. Es steht eindeutig in Verbindung mit dem Wort Schamaim, „Himmel“ – jenem Ort, den die Erbauer mit dem Bau des Turms zu erreichen versuchten. Die thematischen Elemente der Erzählung sind damit klar: Es ist eine Geschichte über Himmel und Erde – doch in welcher Hinsicht? Um dies zu verstehen, müssen wir zum einleitenden Kapitel von Bereschit und seiner Beschreibung der Schöpfung zurückkehren.

In diesem Bericht sind zwei Wörter entscheidend. Das erste ist tow, was „gut“ bedeutet und siebenmal auftaucht. Gott spricht: „Es werde“, und es wird, und Gott sieht, „dass es gut ist“ (Gen. 1). Bei der Schöpfung in Bereschit 1 geht es nicht in erster Linie um die Macht, sondern um die Güte Gottes und das von ihm erschaffene Universum. Im historischen Kontext ist dies eine außergewöhnliche Aussage. Die Menschen der Antike sahen die Welt größtenteils als einen gefährlichen und bedrohlichen Ort voller Gefahren, Katastrophen, Hungersnöte und Überschwemmungen. All das hatte für sie keinerlei übergeordnete Bedeutung. Sie betrachteten es als das Ergebnis aufeinanderprallender Mächte, die sie als Konflikte zwischen den Göttern personifizierten. Religion war entweder der Versuch, durch Magie und Mythos menschliche Macht über die Naturgewalten auszuüben, oder eine mystische Flucht aus der Welt in ein persönliches Nirwana der Seele. Demgegenüber stellte das Judentum die erstaunliche Behauptung auf, dass die Welt gut sei. Sie ist verständlich. Sie ist nicht das Resultat blinder Zusammenstöße und zufälliger Veränderungen, sondern das Ergebnis eines einzigen schöpferischen Willens. Allein dies genügt, um das Judentum als die hoffnungsvollste unter allen Religionen der Welt zu kennzeichnen.

Es gibt jedoch noch ein weiteres Schlüsselwort: die Wurzel b-d-l, die „trennen“, „unterscheiden“ oder „teilen“ bedeutet. Es kommt fünfmal in Bereschit 1 vor. Die Güte des Universums selbst beruht auf Ordnung, Grenzen und Unterscheidungen. Gott trennt die verschiedenen Bereiche voneinander (am ersten Tag Licht und Dunkelheit, am zweiten Tag die oberen und unteren Wasser, am dritten Tag Land und Meer) und füllt jeden dieser Bereiche mit den entsprechenden Himmelskörpern oder Lebensformen (am vierten Tag die Sonne und der Mond, am fünften Tag die Vögel und die Fische, am sechsten Tag die Landtiere und die Menschen). Diese Vorstellung wurde im Judentum so bedeutsam, dass es eine eigene Zeremonie gibt, die Hawdala, um das Ende des Schabbats und den Beginn eines neuen Zyklus der „sechs Schöpfungstage“ zu markieren. Wie Gott beginnen auch wir die Schöpfung mit der Hawdala, indem wir Unterscheidungen treffen, sie wahrnehmen und heiligen.

Auch dies ist grundlegend für die jüdische Weltanschauung. Das Gute ist Ordnung, das Böse ist Unordnung, also eine Handlung, ein Mensch oder ein Wesen am falschen Ort. Das Wort Chet, Sünde, stammt von einem Verb, das „das Ziel verfehlen“ bedeutet. Das Wort Awera bedeutet – ähnlich wie sein deutsches Äquivalent „Übertretung“ – eine Grenze zu überschreiten und verbotenes Gebiet zu betreten. Viele der Chukim, der „Satzungen“ des Judentums, dienen dazu, den Respekt vor der dem Universum innewohnenden Ordnung zu vermitteln. Deshalb dürfen Milch (Leben) und Fleisch (Tod), Wolle (ein tierisches Produkt) und Leinen (ein pflanzliches Produkt) nicht vermischt werden, und ein Feld darf nicht mit „gemischten Arten“ von Saatgut besät werden.

Die Schöpfung selbst wird als das allmähliche Hervortreten von Ordnung aus dem Chaos verstanden. Wie der Physiker Gerald Schroeder in Genesis and the Big Bang hervorhebt, ist dies bereits in den hebräischen Wörtern Erew und Boker angedeutet: „Und es ward Abend (Erew) und es ward Morgen (Boker)“ (Gen. 1:5). Erew bedeutet im Hebräischen eine undifferenzierte Vermischung von Elementen. Boker stammt von einer Wurzel, die „nachdenken, betrachten, Klarheit suchen“ bedeutet. Zahlreiche neuere Forschungen in Physik, Biologie und Kosmologie haben zu der Erkenntnis geführt, dass die Entstehung von Sternen, Planeten und des Lebens selbst ein Prozess ist, in dem sich allmählich immer komplexere Ordnungssysteme herausbilden, die gewissermaßen gegen den Strom der Entropie schwimmen.

Ein geordnetes Universum ist ein friedvolles Universum, in dem jede Form des Seins – die unbelebte, die belebte und die menschliche – ihren angemessenen Platz hat. Gewalt, Ungerechtigkeit und Konflikte sind Formen der Unordnung: Sie entstehen dort, wo die Integrität einer Lebensform nicht geachtet wird – oder, im Falle des Menschen, bei dem „jedes Leben einem ganzen Universum gleicht“ (Mischna Sanhedrin 4:5), die Integrität jedes einzelnen Menschen. Dies war der Zustand der Welt vor der Sintflut, als „alles Fleisch seinen Weg auf Erden verdorben hatte“ (Gen. 6:12).

Dies war keine abstrakte Vorstellung. Die Welt des Mythos, gegen die das Judentum einen fortwährenden Protest darstellt, war eine Welt, in der Grenzen nicht beachtet wurden. Es gab Menschen, die Göttern gleich waren, und Götter, die Menschen glichen. Es gab seltsame mythologische Mischwesen wie die Sphinx, die halb Mensch und halb Tier war. Religiöse Ekstase ging häufig mit einer zeremoniellen Überschreitung von Grenzen in verschiedenster Form einher. Für das jüdische Denken ist dies Heidentum und niemals moralisch neutral. Gott schafft Ordnung, der Mensch Chaos, und das Ergebnis ist unweigerlich zerstörerisch.

Die grundlegendste Grenze wird im ersten Satz der Tora formuliert: die zwischen „Himmel“ und „Erde“. Nie zuvor und auch seitdem nicht – außer in vom Judentum beeinflussten Religionen oder Kulturen – wurde Gott auf eine derart radikal transzendente Weise verstanden. Gott darf mit nichts auf Erden gleichgesetzt werden. „Die Himmel sind Gottes Himmel, doch die Erde hat Er den Menschen gegeben“ (Psalm 115:16), sagt der Psalmist. Diese ontologische Trennung ist grundlegend. Gott ist Gott, der Mensch ist Mensch. Diese Grenzen dürfen nicht verwischt werden.

Darin bestand die Sünde der Erbauer des Turms. Ihr Bestreben, „bis an den Himmel zu reichen“ (Gen. 11:4), war lächerlich, und tatsächlich macht sich die Tora darüber lustig. Sie meinten, ihr Bauwerk, das 90 Meter hoch war, habe den Himmel erreicht, während Gott „herabsteigen“ musste, um es sich anzusehen (Gen. 11:5). Überhaupt ist es gerade die menschliche Anmaßung, sich selbst für gottgleich zu halten, über die Gott in der Tora lacht. Doch es war mehr als nur lächerlich. Der Neziw (Rabbi Naphtali Zwi Juda Berlin, 1817–1893), der im zaristischen Russland lebte und die schlimmsten Auswüchse des Kommunismus prophetisch voraussah, betrachtete Babel als den ersten Totalitarismus der Weltgeschichte. In diesem wird jede freie Meinungsäußerung unterdrückt, um die Masse als geschlossene Einheit zu bewahren. Dies ist für ihn die Bedeutung der Worte: „Die ganze Erde hatte eine einzige Sprache und einerlei Worte“ (Gen. 11:1). Berauscht von ihren technologischen Fähigkeiten, glaubten die Erbauer von Babel, sie seien wie Götter geworden und könnten nun ihr eigenes Kosmopolis errichten, ihr von Menschen geschaffenes Miniaturuniversum. Mit der Erde allein gaben sie sich nicht zufrieden, sie wollten sich eine Wohnstätte im Himmel bauen. Dies ist ein Fehler, den viele Zivilisationen begangen haben – mit katastrophalen Folgen.

In der Neuzeit ist die Wiederholung von Babel am stärksten mit dem Namen Friedrich Nietzsche (1844–1900) verbunden. Während der letzten zehn Jahre seines Lebens war er klinisch geisteskrank. Kurz vor seinem endgültigen Zusammenbruch hatte er jedoch eine alptraumhafte Vision, die zu Recht berühmt geworden ist:

„Habt ihr nicht von jenem tollen Menschen gehört, der am hellen Vormittage eine Laterne anzündete, auf den Markt lief und unaufhörlich schrie: ‚ich suche Gott! Ich suche Gott!‘ …  ‚Wohin ist Gott?‘ rief er, ‚ich will es euch sagen! Wir haben ihn getödtet, – ihr und ich! Wir Alle sind seine Mörder! … Gott ist todt! Gott bleibt todt! Und wir haben ihn getödtet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder? Das Heiligste und Mächtigste, was die Welt bisher besass, es ist unter unseren Messern verblutet, – wer wischt diess Blut von uns ab? … Ist nicht die Grösse dieser That zu gross für uns? Müssen wir nicht selber zu Göttern werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen?‘“

Friedrich Nietzsche, Der tolle Mensch, in: Die fröhliche Wissenschaft, III:125

Wie George Steiner in seinem Werk In Blaubarts Burg hervorhebt, liegen zwischen Nietzsche und dem Holocaust weniger als drei Viertel eines Jahrhunderts – zwischen seiner Vision von der Ermordung Gottes und dem vorsätzlichen, systematischen Versuch, das „Volk Gottes“ zu ermorden (Hitler bezeichnete das Gewissen als „eine jüdische Erfindung“).

Wenn Menschen versuchen, mehr als menschlich zu sein, werden sie sehr schnell weniger als menschlich. Wie Lord Acton hervorhob, zerstörte sich der große Stadtstaat Athen, der Sokrates, Platon und Aristoteles hervorgebracht hatte, schließlich selbst, als „der Besitz unbegrenzter Macht, der das Gewissen zersetzt, das Herz verhärtet und den Verstand von Herrschern verwirrt, seinen demoralisierenden Einfluss ausübte“. Was in Athen schiefgelaufen sei, so Acton, war der Glaube, dass „es kein Gesetz gibt, das über dem Gesetz des Staates steht – der Gesetzgeber steht über dem Gesetz“.

Nur wenn Gott Gott ist, kann der Mensch Mensch sein. Das bedeutet, Himmel und Erde voneinander getrennt zu halten und letztere nur unter der bewusst anerkannten Herrschaft des ersteren zu ordnen. Ohne dies gibt es wenig, das Menschen davon abhalten könnte, die Vielen um der Wenigen willen zu opfern oder die Wenigen um der Vielen willen. Nur die Achtung vor der Unversehrtheit der Schöpfung bewahrt die Menschen davor, sich selbst zu zerstören. Demut angesichts der göttlichen Ordnung ist unser letzter und bester Schutz davor, dass die Menschheit sich uneingeschränkte Macht anmaßt – Macht ohne Recht. Babel war die erste Zivilisation, aber leider nicht die letzte, die mit dem Traum einer Utopie begann und im Albtraum einer Hölle endete. Eine Welt des Tow, des Guten, ist eine Welt der Hawdala, der Grenzen und Begrenzungen. Wer diese Grenzen überschreitet und diese Begrenzungen missachtet, macht sich einen Namen – doch der Name, den er sich macht, ist Babel: Chaos, Verwirrung und der Verlust jener Ordnung, die sowohl für die Natur – die Welt, die Gott erschafft – als auch für die Kultur – die Welt, die wir erschaffen – eine notwendige Voraussetzung ist.


german shabbat table
  1. Gibt es in Ihrer Welt Formen des Totalitarismus, bei denen Gruppen von Menschen versuchen, allen anderen eine bestimmte Denkweise aufzuzwingen?
  2. Inwiefern ist diese Geschichte ein Mittel gegen einen solchen Totalitarismus?

With thanks to the Schimmel Family for their generous sponsorship of Covenant & Conversation, dedicated in loving memory of Harry (Chaim) Schimmel.

“I have loved the Torah of R’ Chaim Schimmel ever since I first encountered it. It strives to be not just about truth on the surface but also its connection to a deeper truth beneath. Together with Anna, his remarkable wife of 60 years, they built a life dedicated to love of family, community, and Torah. An extraordinary couple who have moved me beyond measure by the example of their lives.” — Rabbi Sacks

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